Sonnenuntergang in Rot: Mallorca erstrahlt am Abend

Glühender Abend – Mallorca im roten Licht

Glühender Abend – Mallorca im roten Licht

Am Montagabend verwandelte sich der Himmel über Mallorca stellenweise in kräftiges Rot und sanfte Rosa- und Lilatöne. Tausende hielten den Moment mit dem Smartphone fest – ein Geschenk für alle, die an der frischen Luft unterwegs sind.

Glühender Abend – Mallorca im roten Licht

Viele Orte, ein gemeinsames Staunen: Vom Passeig bis zur Küste

Am späten Montag waren die Straßen von Palma voller Menschen, die mit erhobenen Handys nach Westen spähten. Auf dem Passeig del Born roch es nach frischem Kaffee, dazu mischte sich die salzige Luft vom nahegelegenen Hafen. Auf den Parkbänken saßen ältere Paare, Touristen schoben Kinderwagen vorbei, ein Fahrrad klingelte leise — und über all dem spannte sich ein Himmel, der in Orange, Rosa, Lila und an manchen Stellen in ein tiefes, glühendes Rot tauchte.

Solche Abende sind hier keine Seltenheit, aber selten ist die Intensität: In Gemeinden wie Calvià, Campos, Son Ferriol und an der Nordostküste bei Alcanada beobachteten Einheimische und Gäste dasselbe Farbspiel. Fotografen und Hobbyfilmer standen an Klippen und Strandpromenaden, Fischer prüften kurz ihre Netze, Kinder sprangen noch einmal durch die letzten Wellen des Tages. Auf den sozialen Kanälen kursierten in kurzer Zeit zahlreiche Aufnahmen; auch einschlägige Wetterkanäle teilten Fotos und Videos — Zeichen, dass viele Menschen diesen ungewöhnlichen Moment gleichzeitig festhielten.

Warum sieht der Himmel so aus? Wenn die Sonne tief steht, muss ihr Licht eine längere Strecke durch die Atmosphäre zurücklegen. Kurzwelliges Blau wird stärker gestreut, übrig bleibt das Rot und Orange. Kleine Partikel in der Luft, etwa Feuchtigkeit, Wolkenränder oder auch Staub, verstärken diese Wirkung und können die Farben ins Leuchtende ziehen. Manchmal trägt Saharastaub dazu bei — das passiert vor allem, wenn der Ostwind über das Meer weht und feine Körnchen mitbringt.

Das Wetter auf der Insel blieb tagsüber mild. Trotz frühlingshafter Werte um die 20–22 Grad hatte meteorologische Warnstufen am späten Abend noch Bestand: Starke Böen waren in der Nacht gemeldet, und viele hörten das Pfeifen des Windes, das über Dächer und Palmen rauschte. Meldungen über Schäden oder Zwischenfälle gab es bislang nicht; die Stimmung war eher gelöst, als hätten die Natur und das Wetter kurz eine kleine Aufführung gegeben.

Solche Himmel erinnern daran, warum viele von uns so gern hier leben: Kleine, unerwartete Naturmomente, die Alltag und Perspektive verändern. Auf dem Paseo Marítimo legten Passanten ihre Kamera beiseite, um einfach zuzusehen. Ein Straßenverkäufer packte seine Stände zusammen, ein Pärchen setzte sich auf die Mole und sagte nichts, nur schauten sie, bis das Rot blasser wurde.

Was bleibt zu tun? Für Fotofreunde ist das ein Hinweis: Abendlicht im Winterhalbjahr kann überraschend ergiebig sein — wer die nächste Wettermahnung und einen klaren Horizont kombiniert, findet oft gute Motive. Für Anwohner ist es eine Einladung, öfter mal eine Pause zwischen Terminen einzulegen und die Inselstunden zu nutzen. Kurz: Ein solcher Sonnenuntergang ist keine spektakuläre Sensation, eher ein kleines Geschenk für den Tag.

Und wenn der Wind heute noch richtig aufdreht: Vorsicht an exponierten Küstenabschnitten, festes Schuhwerk an der Felskante, keine unnötigen Risiken für ein Foto. Sonst einfach hinsetzen, durchatmen und das Rot genießen — Mallorca kann still so laut wirken.

Eine Momentaufnahme aus dem Alltag auf der Insel: Klang, Geruch und Menschen bilden die Kulisse für ein Naturschauspiel, das viele kurz innehalten ließ.

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