
Neuer Kreisverkehr in Son Verí Nou soll Unfallschwerpunkt entschärfen
Neuer Kreisverkehr in Son Verí Nou soll Unfallschwerpunkt entschärfen
Der Consell de Mallorca hat einen neuen Kreisverkehr bei Son Verí Nou eingeweiht. Kosten: 2,4 Mio. Euro. Ziel: mehr Sicherheit für die täglich rund 35.000 Fahrzeuge und bessere Zufahrt Richtung Palma. Ähnliche Maßnahmen sind in der Nachbarschaft geplant.
Neuer Kreisverkehr in Son Verí Nou soll Unfallschwerpunkt entschärfen
2,4 Millionen Euro für mehr Sicherheit an einer vielbefahrenen Strecke bei Llucmajor
An einem windigen Morgen, wenn die ersten Lieferwagen Richtung Palma durch die Vororte rollen und der Verkehrslärm langsam anschwillt, wurde diese Woche ein neuer Kreisverkehr bei Son Verí Nou offiziell in Betrieb genommen. Ein knappes Dutzend Bauarbeiter, ein paar neugierige Anwohner und der stetige Brummton von Autos bildeten die Kulisse für die Einweihung durch den Consell de Mallorca.
Die nackten Zahlen sagen einiges: In den vergangenen sechs Jahren registrierte man an dieser Stelle mehr als fünfzig Unfälle. Täglich passieren hier rund 35.000 Fahrzeuge die Kreuzung — Pendler, Feriengäste, Lkws, Busse. Für viele Menschen in Llucmajor und Umgebung war das kein abstrakter Statistikwert, sondern ein echtes Problem: stop-and-go, riskante Abbiegevorgänge und immer wieder die Sorge, dass aus einem Blechschaden etwas Schlimmeres wird.
Der eingesetzte Betrag liegt bei etwa 2,4 Millionen Euro. Das Geld floss in Erdarbeiten, Fahrbahndecken, Leitplanken, neue Fahrstreifenführungen und die nötige Beschilderung. Über allem stand das Ziel, die Verkehrssituation zu beruhigen: Wer in einen Kreisverkehr einfädelt, reduziert automatisch die Geschwindigkeit und die Konfliktpunkte beim Abbiegen werden deutlich weniger.
Für den Alltag auf der Insel bedeutet das spürbare Erleichterung. Wer frühmorgens von Son Verí Nou Richtung Palma fährt, kennt die Momente, in denen Autos hektisch die Lücken suchen. Ein sauber geplanter Kreisverkehr bringt Rhythmus in die Fahrt: die Autos rollen, es gibt weniger abruptes Bremsen, Rettungswagen und Einsatzfahrzeuge können sich leichter ihren Weg freikämpfen. Vor allem aber sinkt die Wahrscheinlichkeit für schwere Zusammenstöße.
Die Maßnahme ist kein Einzelfall: Für die angrenzenden Siedlungen Sa Torre, Puig d’en Ros und Maioris sind ähnliche Eingriffe im Straßennetz vorgesehen. Das zeigt, dass der Inselrat nicht nur punktuell reagiert, sondern in dieser Zone eine koordinierte Verbesserung der Infrastruktur anstrebt. Für Anwohner kann das heißen: weniger Lärmspitzen, weniger Stau und weniger Zeit, die im Auto verloren geht.
Natürlich löst ein Kreisverkehr nicht alle Probleme auf einen Schlag. Gute Wartung, eine klare Beschilderung und sichtbare Markierungen bleiben wichtig. Noch besser wäre ergänzend ein Informationsangebot für die Verkehrsteilnehmer: Hinweise auf veränderte Fahrspuren, Beleuchtung an kritischen Stellen und regelmäßige Kontrollen in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme. So bleiben Irritationen aus, wenn Pendler ihre gewohnten Routen anpassen müssen.
Wer hier lebt, hat jetzt auch die Chance, die Veränderung im Alltag zu beobachten: Das gemächlichere Tempo beim Einfädeln, Lieferfahrer, die sich nicht mehr hektisch links oder rechts zwängen müssen, und Familien, die mit weniger Sorge die Straße überqueren. Es sind kleine Dinge, aber sie summieren sich. Weniger Unfälle bedeuten weniger Polizei- und Rettungseinsätze — und das spürt man auf einer Insel, auf der jede Minute zählt.
Ein praktischer Tipp für die erste Zeit: Augen offen, langsam reinrollen, Blinker setzen — und nicht gleich aufs Tempo drücken, sobald die Lücke da ist. Die Umgewöhnung dauert oft nur ein paar Tage, danach wird der Kreisverkehr zur neuen Selbstverständlichkeit. Für Mallorca ist das mehr als Asphalt: Es ist eine Investition in Ruhe, Sicherheit und die Ideen, wie man unsere Straßen auf Dauer besser macht.
Am Ende bleibt ein leichtes Gefühl von Erleichterung. Son Verí Nou hat jetzt einen Kreis, der Verkehr lenkt und Konflikte minimiert. Für die Menschen, die hier jeden Tag unterwegs sind, könnte das der Anfang eines entspannteren Pendelns sein — und für die Insel ein Schritt hin zu einem weniger gefährlichen Straßennetz.
Für Dich gelesen, recherchiert und neu interpretiert: Quelle
Ähnliche Nachrichten

Neuer Holzsteg und ruhigere Strandzone bei Portocolom
Ein neuer Holzsteg, mehr Dünen und ein weiter außen liegender Parkplatz: Portocolom hat am Leuchtturm ein kleines Stück ...

Pilot nimmt vergessenes iPad mit – Prozess wirft Fragen an den Flughafenalltag auf
Ein Pilot von einem Flug nach Palma hat nach der Landung das iPad eines Passagiers mitgenommen und erst auf Anforderung ...

SFM setzt Streiks aus – aber die Sicherheitsfrage bleibt offen
Die Mitarbeiter der Zuggesellschaft SFM haben angekündigte Streiks vorerst ausgesetzt – nach einem Treffen mit der Gesch...

Nach den Orkanböen: Wie gut ist Mallorca wirklich gegen Winterstürme gewappnet?
Sturmtiefs Joseph und Kristin bringen Orkanböen, heftigsten Regen und das erste Todesopfer an die spanische Küste. Ein R...

Palmas Palacio Avenida bekommt ein Restaurant mit Aussicht – Meliá investiert in die Innenstadt
Das ehemalige Kinohaus an der Plaça d’Espanya wird für 2,6 Millionen Euro modernisiert. Meliá verlegt das Restaurant nac...
Mehr zum Entdecken
Entdecke weitere interessante Inhalte

Erleben Sie beim SUP und Schnorcheln die besten Strände und Buchten auf Mallorca

Spanischer Kochworkshop in Mallorca
