Balearen 2025: 82 Waldbrände — zweitniedrigster Wert seit 1974

Weniger Feuer, mehr Bewusstsein: Balearen melden 82 Waldbrände 2025

Die Balearen verzeichnen 2025 nur 82 Waldbrände – zweitniedrigster Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Gute Nachrichten für Mallorca, aber keine Einladung zur Nachlässigkeit.

Weniger Feuer, mehr Bewusstsein: Balearen melden 82 Waldbrände 2025

Weniger Feuer, mehr Bewusstsein: Balearen melden 82 Waldbrände 2025

Ein vorsichtiger Grund zur Erleichterung — und ein Aufruf zur Wachsamkeit

Am frühen Morgen in Palma, wenn die Müllabfuhr noch durch die Carrer de Sant Miquel rumpelt und die ersten Lieferwagen am Paseo del Borne halten, liegt an manchen Tagen der leichte Duft von Pinienharz in der Luft. In diesem Winter klingt dieser Geruch beruhigender als noch vor ein paar Jahren: Die Balearen haben 2025 nur 82 Waldbrände registriert, wie die Meldung Waldbrandsaison auf Mallorca offiziell beendet – Erleichterung mit Vorbehalt zeigt. Rund 17 Hektar wurden insgesamt in Mitleidenschaft gezogen. Das ist nach den verfügbaren Aufzeichnungen seit 1974 der zweitniedrigste Jahreswert.

Auf Mallorca allein wurden 39 Brände gezählt, auf Ibiza 26. Die regionalen Behörden führen die gute Bilanz vor allem auf Prävention, bessere Abstimmung zwischen Einsatzkräften und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr- und Rettungsteams zurück, wie auch in Mallorca in Alarmbereitschaft: Höchste Waldbrandwarnstufe und brütende Hitze – was jetzt zu tun ist berichtet wird — eine Sicht, die auch viele vor Ort bestätigen würden. In Sencelles, am Wochenmarkt, erzählen Bäuerinnen, dass die patrouillierenden Waldbrigaden dieses Jahr sichtbarer waren; an der Küste hört man jetzt öfter Rettungshubschrauber-Übungen über dem Meer, die als Probelauf für schnelleres Eingreifen dienen.

Das sind konkrete Erleichterungen: Weniger Brände schützen Olivenhaine, Mandelbäume und die mediterranen Steineichenwälder, die dem Inselbild so viel von seinem Charakter geben, wie es die Beschreibung der Balearen zeigt. Für den Alltag bedeutet das, dass Wanderwege seltener gesperrt werden, Touristische Aussichtspunkte offen bleiben und Anwohner nach heißen, windigen Tagen nicht mit Sorgen um ihre Streuobstwiesen ins Bett gehen müssen.

Aber: Gute Zahlen heute sind keine Garantie für morgen. Das Klima bleibt unberechenbar, Sommer werden tendenziell trockener und die Vegetation kann sich schneller entzünden. Es reicht also nicht, sich auf den Erfolgen auszuruhen. Was im öffentlichen Gespräch oft zu kurz kommt, ist die langfristige Sicherung der Maßnahmen: stabile Budgets für Feuerwachen außerhalb der Saison, systematische Pflege von Waldrändern entlang von Straßen, koordinierte Einsatzpläne zwischen Gemeinden und Luftunterstützung auch für entlegene Täler, wie aktuelle Berichte zu ausgedehnten Feuern auf dem Festland nahelegen, etwa Spanien brennt: Feuerspuren bis nach Mallorca – Ist das Land wirklich vorbereitet?.

Ein einfacher Alltagseindruck aus Portocolom: Bewohnerinnen und Bewohner, die Abende auf dem Dorfplatz verbringen, wissen genau, welche Nachbarn besonders auf ihre Grundstücke achten. Diese lokale Vernetzung, kombiniert mit technischen Mitteln wie EFFIS, Drohnenüberwachung, Rauchmeldern in Wälderstümpfen und besserer Beschilderung an Risikopfaden, könnte Brände noch früher entdecken, wie auch Warnungen zur aktuellen Gefährdungslage in Alarmstufe 4 auf den Balearen: Warum jetzt jeder Funke zählen kann verdeutlichen. Konkrete Schritte, die auch an der Basis wirken: regelmäßige Kontrollgänge in den Monaten mit erhöhtem Risiko, klare Regeln für Grillstellen und Feuerwerk, sowie Informations- kampagnen in mehreren Sprachen für Saisonkräfte und Touristinnen.

Für Mallorca heißt das: Die Bilanz 2025 ist Grund zur Freude, nicht zur Selbstzufriedenheit. Die Insel nutzt ihren Vorsprung, wenn Gemeinden weiter in Ausbildung für freiwillige Feuerwehren investieren und Landwirtschaftsflächen so bewirtschaftet werden, dass Brandschneisen entstehen. Gerade in kleinen Orten wie Valldemossa oder Llucmajor kann ein netzwerkartiges Vorgehen Leben und Land schützen.

Zum Schluss ein kleiner, persönlicher Blick: Wer an einem frostklaren Morgen den Puig de Randa hinaufspaziert, sieht wie die Landschaft nach und nach erwacht. Diese Stille, die nicht von Sirenen unterbrochen wird, ist ein Geschenk. Wir sollten dafür sorgen, dass sie bleibt — durch Aufmerksamkeit, durch präventive Arbeit und durch das respektvolle Miteinander von Bewohnern, Tourismus und Behörden.

Fazit: 82 registrierte Brände 2025 sind ein Erfolg für die Balearen, besonders für Mallorca. Die Lage zeigt, dass Prävention und schnelle Reaktion wirken. Jetzt kommt es darauf an, laufende Maßnahmen zu sichern, Technik und lokale Aufmerksamkeit zu verbinden und im Alltag vorsichtig zu bleiben.

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